KATWARN – Neue Wege in der Katastrophenwarnung

KATWARN – Neue Wege in der Katastrophenwarnung

katwarnLogoGefahrensituationen gehen oft einher mit Informationskatastrophen, wenn Warnungen u. U. erst spät oder gar nicht die betroffene Bürgerinnen und Bürger erreichen. Seit dem Rückbau der Sireneninfrastruktur in den 1990er Jahren fehlt Deutschland dafür ein umfassendes kommunales Warnsystem. Zudem machen veränderte Lebensgewohnheiten (z. B. Medien- nutzung) und bauphysikalische Gegebenheiten (z. B. schallisolierte Fenster) neue Ansätze und Technologien für den Bevölkerungsschutz notwendig.

Mit KATWARN steht den Kreisen und kreisfreien Städten ein ergänzendes Warnsystem zur Verfügung, das bei Unglücksfällen (z. B. Großbrände, Stromausfälle, Bombenfunde oder Pandemieausbrüche) zusätzlich zu den allgemeinen Informationen durch Polizei, Feuerwehr und in den Medien die betroffene Bevölkerung postleitzahlengenau per SMS, E-Mail oder über eine Smartphone-App informiert und mit konkreten Verhaltenshinweisen versorgt. Zusätzlich nutzt der Deutsche Wetterdienst die KATWARN-App mit bundesweiten Unwetterwarnungen der höchsten Stufe („extremes Unwetter“) bei Unwetterereignissen mit weiträumigen und extremen Gefahren.

Das Warnsystem KATWARN wurde vom Fraunhofer-Institut Fokus im Auftrag der Öffentlichen Regionalversicherer Deutschlands entwickelt und ist bereits seit 2009 an verschiedenen Standorten in Deutschland im Einsatz. Für Westfalen stellt die Westfälische Provinzial Versicherung die technische Infrastruktur zur Verfügung. Mit dem Kreis Herford wurde am 1.2.2013 der erste Landkreis in Nordrhein-Westfalen in Betrieb genommen. Ihm folgte als Zweiter der Landkreis Lippe in OWL. Im Landkreis Paderborn liegen die Verträge derzeit zur Unterzeichnung auf dem Tisch.

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