Live-Crash bei Tempo 50

Live-Crash bei Tempo 50

Zuschauer beim Live-Crash bei  »Büren on Wheels«
 

Schönes Wetter, gute Sicht, optimale Straßenverhältnisse bei Tempo 50 – da kann doch nichts passieren, oder? Das Handy klingelt, nur eben schnell ein kurzer Blick auf die eingegangene SMS …

Zahlreiche Zuschauer verfolgten am Sonntag den 1. Juni 2014 anlässlich des Gewerbegebietsfests „Büren on Wheels” unsere Crashübung und ließen sich den Ablauf eines Rettungseinsatzes, kompetent kommentiert, demonstrieren.

In Zusammenarbeit mit der Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst war ein Unfallszenario dargestellt, das in beeindruckender Weise die Folgen eines Verkehrsunfalls darstellte. Mittels eines Krans des THW war ein Pkw in die Höhe gezogen und dann fallen gelassen worden, so dass er mit einer solchen Wucht aufschlug, wie es der innerorts erlaubten Geschwindigkeit von 50 km/h Geschwindigkeit entspricht.

Mit teils fassungslosem Erstaunen betrachteten die beeindruckten Zuschauer die schweren Verformungen des Unfallfahrzeuges dessen Aufprall sie gerade mit eigenen Augen beobachtet hatten. Wie schwer müssten dann erst die Verletzungen der Fahrzeuginsassen sein?

Notärztin versorgt Unfallopfer

Notärztin versorgt Unfallopfer

Verletztendarsteller (DLRG Büren), realistisch geschminkt, waren platziert und bestätigten die schlimmsten Vermutungen der gebannten Beobachter. Notarzt (wir) und Rettungsdienst (Malteser), als erste am Unfallort eingetroffen mit NEF und RTW, demonstrierten die rettungsdienstliche Versorgung der Verletzten und verschafften sich mithilfe der technischen Mittel der inzwischen eingetroffenen Feuerwehr Büren unter Einsatz von Rettungsschere und -spreizer einen Zugang zu dem im verunfallten Pkw eingeklemmten Beifahrer, der noch vor seiner Befreiung vom Notarzt narkotisiert und bei Atemstillstand künstlich beatmet worden war.

Zwei weitere geschockte Zeugen des Unfalls wurden mit Kreislaufschwäche von der Nothelfergruppe der DLRG Büren betreut.

Nachdem die Rettungsarbeiten beendet waren und die Polizei die Unfallaufnahme abgeschlossen hatte, konnte der eine oder andere gebannte Zuschauer erleichtert aufatmen: gut, dass das hier nur eine Übung war.

Manch einer hat sich nach dieser Demo sicher überlegt, ob er sich mit einem weiteren „Bierchen” noch an das Steuer seines PKWs setzen sollte: besser nicht!