Rettungswache Büren: Baubeginn noch dieses Jahr

Rettungswache Büren: Baubeginn noch dieses Jahr

Rettungswache Büren: Baubeginn noch dieses Jahr

Was lange währt wird endlich gut. Spatenstich noch im ersten Halbjahr 2017. Umzug in den Neubau noch vor Jahresende. Zuversichtlich zeigte sich Ordnungsamtsleiter Herbert Temborius vom Kreis Paderborn auf der Mitgliederversammlung des Notarztträgervereins Büren am 21. März 2017, dass das mit dem Neubau in diesem Jahr endlich klappt.

Bereits am 9. Dezember 2014 hatte der Kreis Paderborn den Neubau der Bürener Notarzt- und Rettungswache an der Fürstenberger Straße am südlichen Stadtrand Bürens beschlossen und Baukosten in Höhe von knapp 1 Mio. Euro dafür in den Haushalt eingestellt. Die bisherige Rettungswache am ehemaligen St. Nikolaus-Hospital platzte schon damals aus allen Nähten und konnte den, mit der Schließung des Krankenhauses „obdachlos” gewordenen Notarzt seinerzeit gar nicht erst bei sich unterbringen.

Lego BauklötzeEine Kostenanalyse, die einen Umbau der alten Wache mit erforderlicher Aufstockung der Geschoßzahl und -höhen sowie einen vergrößerten Stellplatzbedarf für mehr Einsatzfahrzeuge zu grunde legte, kam zu dem Schluss, dass jeder Neubau dem Steuerzahler billiger käme, als ein Erhalt der alten Wache um jeden Preis. Die Suche nach einem geeigneten Grundstück, das im südlichen Stadtrand liegen sollte, fiel nicht so schwer. Am südlichen Stadtrand deswegen, weil die Gemeinde Bad Wünnenberg dann schneller vom Rettungsdienst erreicht werden kann.

Aber der Erwerb des anfgänglich ins Auge gefassten Geländes, im Besitz des Haus Büren’scher Fond, erwies sich als viel schwieriger als erwartet. Unter Berücksichtigung der Interessen eines expansionsbedürftigen Unternehmens fand sich später ein, in unmittelbarer Nähe zum ursprünglichen Bauplatz gelegenes Gelände, das dann erworben werden konnte.

Darüber vergehen schon mal drei Jahre. Drei Jahre, die der Notarztträgerverein mit Aufmerksamkeit begleitet hat, um das Interesse der Verantwortlichen am Leben zu erhalten und nicht der schleichenden Ermüdung anheim fallen zu lassen. Drei Jahre aber auch, in denen sich die Gegebenheiten der seinerzeitlichen Planung verändert haben. Das Gesetz über die Notfallsanitäter verschafft der Lehr-Rettungswache Büren nunmehr größere Räumlichkeiten. Ebenso wie die neuen Auflagen zur Hygiene, die in Zeiten multiresistenter Keime, neue bauliche Maßnahmen erfordern. So muss eine strikte räumliche Trennung zwischen vom Einsatz zurückkehrenden Kräften von den zum Einsatz ausrückenden Kräften vorhanden sein.

Alles das habe Eingang in die aktuelle Planung gefunden, betonte Temborius bei der Vorstellung des Bauvorhabens in unserer Mitgliederversammlung am vergangenen Dienstag. Hoffen wir für den Kreis Paderborn, dass dieses Vorhaben in diesem Jahr tatsächlich bewerkstelligt wird und freuen wir uns auf einen baldigen Baubeginn.